03.09.21

Gründach 09 02

Begrünung von Wohnhausdächern und Garagen

Die von der Politik aktuell sehr intensiv diskutierten sogenannten Gründächer bieten viele Vorteile und liegen im Trend der Zeit, mit innovativen Ideen die Umwelt zu entlasten. Sie schaffen Lebensraum für Tiere, insbesondere für Insekten und Kleintiere, schützen vor Hitze und können sehr viel Regenwasser aufnehmen und speichern. Sie besitzen eine isolierende Wirkung und sorgen im Sommer für mehr Kühle; im Winter reduzieren sie das Entweichen warmer Luft und tragen so zur Senkung von Heizkosten bei. Weiterhin entlasten sie die Kanalisation, da das Regenwasser zu einem Gutteil gespeichert wird und nicht sofort abfließt.

Eine extensive Begrünung ist möglich auf Wohnhäusern mit Flachdächern oder Schrägdächern mit geringem Neigungswinkel, auf Garagen, Carports oder Anbauten. Sie ist nicht besonders aufwändig und pflegeintensiv. Sie zeichnet sich durch geringes Gewicht und zumeist durch ein schnelles Wachstum des Bewuchses aus.
Auch Kombinationen mit (bereits installierten) Photovoltaikanlagen sind möglich und verstärken sogar den Wirkungsgrad der Sonnendächer. Die Kosten der Bewachsung sind moderat – der durchschnittliche Preis beträgt etwa 35 Quadratmeter zuzüglich der Aufwände für die Dämmung und die Aufbauten. Die Pflege der Gründächer verursacht erfahrungsgemäß weitere 2 bis 3 Euro pro Jahr und pro Quadratmeter. Gründächer werden staatlich gefördert, da sie einen wertvollen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten.
Eine Förderung zur Begrünung der Dächer kann durch verschiedene Institutionen erfolgen:
  • Zuschuss des Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für die Dachsanierung mit einem Gründach: Der Zuschuss beträgt 20 Prozent der förderfähigen Kosten.
  • Förderdarlehen mit Tilgungsbeihilfe aus dem KfW-Programm 262 BEG Wohngebäude Einzelmaßnahmen: Die Förderung über Darlehen zu ermäßigten Zinskonditionen beträgt 60.000 Euro pro Wohneinheit und Jahr für einzelne Sanierungsmaßnahmen wie Dachdämmungen mit Begrünung.
  • Zuschuss oder Förderkredit mit Tilgungszuschuss von der KfW für die Effizienzhaussanierung: Es wird eine Sanierung zum KfW-Effizienzhaus gefördert – mit bis zu 75.000 Euro Zuschuss.
Wichtig zu wissen: Der Antrag auf Förderung muss beim BAFA eingereicht werden oder bei der KfW gestellt werden. Dazu ist die Einschaltung eines Fachberaters im Energiebereich erforderlich; er muss auf der Liste der Energieeffizienzexperten für Bundesförderprogramme stehen.